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Faunus ater (Linnaeus, 1758 )

Coppersnail 6

Trivialnamen:

Teufelsschnecke

Teufelsdornschnecke

Klasse   Gastropoda Orthogastropoda Caenogastropoda Cox, 1959                                                                        Ordnung Sorbeoconcha Cerithiimorpha Cerithioidea (Férussac, 1819) Fleming, 1822                                                Familie  Melanopsidae A. & H. Adams, 1854                                                                                                       Gattung  Faunus Montfort, 1810                                                                                                                           Art        Faunus ater (Linnaeus, 1758)

 

Beschreibung:

Ihr schlankes Gehäuse zeichnet sich aus, durch ihre feine Spitze und den vielen flachen

Umgängen bis zu 18 - 20 an der Zahl, und schwach ausgeprägten Nähten. Es ist hoch getürmt,

verläuft regelmässig und zeigt feine Längs - und Spirallinien. Die spiraligen Linien werden

in Richtung Nabel stärker. Manche Exemplare, aber nicht die aus Java stammenden, haben

gelegentlich kleine Erhebungen auf dem Haus.

Größe: 85 mm lang und 20 mm breit

Haus: - dunkelbraun, oder zeigt gelegentlich kleine dunkle Flammenmuster

         - meist schwarz glänzend ist die äussereste Schicht.

Mündung: - oval, mit einem Einschnitt in der oberen und unteren Seite, die besonders auffallend sind .

Der Mündungssaum ist nicht durchgängig, der äussere Rand ist gewunden .Die Kolumellarseite

zeigt sich schwielig. Alle Ränder sind verdickt und zeigen sich innen meist gelblich.

Deckel : - länglich oval mit einem ausser der Mitte liegendem Kern

Die Wachstumslinien sind spiraliggerollt und schnell anwachsend.Der Körper kann grau marmoriert sein,

es gibt aber auch Exemplare die eine teils graue und gelborangene Färbung besitzen. Die Fühler sind schlank

an deren Basis sitzen die Augen.

Der Körper und Mantel ist grau marmoriert, kann aber auch gelblich sein.

Der Fuss ist rundlich geformt und heller als der Körper, gesäumt wird er von hellen Punkten

 

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Verbreitung/ Vorkommen:

Faunus sp. findet man in Ceylon, Malaysia, den Philippinen, Neu Guinea,auf den Neue Hebriden .

In Java  gibt es nur eine dieser Spezies, nämlich die Faunus ater. ( LINNE, 1758 )

Wir finden sie in Süß - und leichtem Brackwasser,  in den Flüßmündungen des Tieflandes auf schlammigem Grund,

welche während der Ebbe trocken fallen und bei Flut unter Brackwasser einfluss stehen. Wir können sie also nicht als

reine Brackwasserbewohnerin bezeichnen, aber auch nicht als Süßwasserschnecke.( W.S.S. van BENTHEM Juting, 1956 und STARMÜHLNER ,1975 )

Sie lebt gerne im Süßwasser zeichnet sich aber durch Brackwassertoleranz aus.

 

Durch ihre Fortpflanzungsstrategie wird eine Vermehrung im Aquarium wohl ausgeschlossen sein. Nach GLAUBRECHT ( 1996 ),

legt das Weibchen, die Faunus sind getrenntgeschlechtlich angelegt, nach erfolgreicher Befruchtung

Eier, aus denen Larven schlüpfen, welche mit der Ebbe ins Meer gespült werden. Diese Larven benötigen das

salzige Umfeld, und die Nahrung die sie in demselben finden zum Heranwachsen, so wie die Larven der ausländischen Neritiden.( Ausnahme Theodoxus sp. )

 

Wasser - Temperaturparameter:

. In Java  haben wir von November bis März hohe Niederschläge.

Während der europäischen Sommermonate herrscht dort die Trockenzeit. Die Temperautren schwanken in den niederen Lagen zwischen 24 und 31 Grad.Nach STARMUEHLNER, der Faunus ater auch auf den Andaman Inseln fand kommt sie sowohl in Weichwassergebieten, alsauchin Brackwasserbereichen vor.

Aquarium/ Nahrung:

Bedingt durch die Größe der Tiere sollte man sie in einem Aquarium mit einer Kantenlänge ab  80 cm halten und nicht darunter. Gerne durchpflügen sie feinen Sand, besser Lehm, auf der Suche nach Nahrung, aber die jüngeren Tiere sehe ich immer wieder an der Scheibe und eingebrachtem Holz umherturnen. Die grösseren Steinstücke, die immer abgerundet sind werden zum umherschnecken genutzt.

Auf dichte Bepflanzung sollte verzichtet werden, damit sie ungehindert das neue kleine Terrain erkunden  kann.

Ausgewachsene Tiere zeigen sich nicht so aktiv, häufig ziehen sie sich zurück, vergraben sich im Sand und verharren dort Stundenlang. Haben die Alttiere die Möglichkeit in dunkle geschützte Ecken zurückzuziehen, tun sie dies auch.

Nach dem Einbringen von Staubfutter kommen aber auch sie hervor, um Nahrung aufzunehmen. Aber nicht nur zermörsertes Futter unterschiedlichster Zusammensetzung, sondern auch Gurke, Paprika und Konsorten werden gerne gefressen.

 

Sie ist ein friedlicher Vertreter, der sich nicht an anderen Schnecken stört, oder unsere Wasserpflanzen anfrisst. Hat sie ihre Ruhe, sind die Jungtiere herrlich zu beobachten, wie sie das Aquarium in Höhe und Tiefe durchforsten. Zwerggarnelen stören sie nicht weiter, wobei auch sie es nicht mögen mit aufdringlichem Fischbesatz vergesellschaftet zu werden. Oder das Becken gar mit Schneckenfressern zu teilen. Sie ist eine Wasserschnecke, die nicht für ein herkömmliches Gesellschaftsaquarium zu empfehlen ist. Da sie auf andauernde Belästigungen von Fischen mit Dauereingarben reagiert. Sie kann tagelang an ein und derselben Stelle verharren, gelegentlich sieht man wie oben erwähnt einen Teil ihres Gehäuses, genauer gesagt den oberen Mündungsbereich, der eine erhöhte Aussparung aufweist aus dem Sand hervorstehen. Hier sieht man einen Teil des Mantellappens, in diesem Bereich wird das Wasser eingesaugt , ob sie darin enthaltene Partikel filtirert ist möglich..Möglich ist aber auch, dass sie durch diese Öffnung ihre Schnekenlunge mit Sauerstoff versorgt,  So kann sie dort liegen, atmen und muss nicht in ungeschütztes Gebiet vordringen. Diese Theorie kann nur mit den natürlichen Umweltbedingungen dieser Schnecke untermauert werden. Meist wird sie in Schlick gefunden in brackigen Ästuarden, in denen häufig ein Sauerstoffdefizit herrscht. Diese Art der Sauerstoffaufnahme würde ihr es ermöglichen, im Schlick zu bleiben und währenddessen das Defizit auszugleichen.

Quellen:

  • Archiv für Molluskenkunde der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Band 105    Rolf A.M. Brandt, 1974
  • The Freshwater Gastropods of the Andaman-Islands   By FERDINAND STARMÜHLNER ' 1976
  • Benthem-Jutting 1956 - Revision of the Freshwater Gastropos from Java

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