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Lymnaea stagnalis (LINNAEUS 1758) – Spitzhorn, Spitzhornschnecke, Spitzschlammschnecke

 

Lymnaea atagnalis

Klasse: Gastropoda (CUVIER 1795) – Schnecken
Unterklasse: Pulmonata (CUVIER 1814) – Lungenschnecken
Überordnung: Basommatophora (K
EFERSTEIN 1864) – Grundäugler, Süßwasserlungenschnecken
Ordnung: Hygrophila (A. F
ÉRUSSAC 1822)
Unterordnung: Branchiopulmonata (M
ORTON 1855)
Infraordnung: Lymnaeoinei (M
INICHEW & STAROBOGATOV 1975)
Überfamilie: Lymnaeoidea (R
AFINESQUE 1815)
Familie: Lymnaeidae (R
AFINESQUE 1815) – Schlammschnecken
Gattung: Lymnaea (L
AMARCK 1799) – Spitzhörner
Art: Lymnaea stagnalis (L
INNAEUS 1758) – Spitzhorn, Spitzhornschnecke, Spitzschlammschnecke


Beschreibung:

Das Spitzhorn ist die größte unserer heimischen Süßwasserschnecken. Ihre spitz-kegelförmigen Gehäuse werden 29 bis 54 (nach FECHTER & FALKNER bis 70!) mm hoch und 12 bis 27mm breit. In suboptimalen Habitaten wie leicht brackigem Wasser an der Ostsee, Tümpeln des Bayerischen Waldes oder kalziumarmen Gewässern werden nur 20-30mm Gehäusehöhe erreicht. Die Gehäuse adulter Tiere sind im äußeren Umriß konvex. Die ersten der bis zu 7,5 rechtsgewundenen
(ausnahmsweise linksgewunden: s. VINARSKI 2007) Umgänge sind dabei kaum gewölbt und spitz ausgezogen. Die mittleren und weiteren Umgänge sind bauchig. Die letzte Windung erwachsener Tiere ist deutlich erweitert. Das Verhältnis der Höhen von Gewinde zu Mündung ist je nach Umweltbedingungen variabel, jedoch ist das Gewinde meist etwas höher. Es soll auch Formen mit reduzierter Gewindehöhe geben, bei denen dieses Merkmal unabhängig von den Umweltbedingungen erbfest ist. Die Mündung ist unterschiedlich oval geformt. Nach Untersuchungen durch WESENBERG-LUND (1939; in GLÖER 2002) kann die Mündungsform auch von Infektionen mit Trematoden beeinflußt werden. Der breite Mundsaum bildet an der Spindel eine kleine Spindelfalte. Der Nabel ist geschlossen.

Das Gehäuse ist durch Zuwachslinien fein gestreift skulpturiert und dabei oft hammerschlägig. Es ist hornfarben bis dunkelbraun, der letzte Umgang adulter Tiere oft weißlich. Das Gehäuse ist relativ dünnschalig, meist aber nur bei Jungtieren und im Aquarium aufgewachsenen Schnecken durchscheinend. Tiere aus weichem Wasser weisen oft ein stark korrodiertes Gehäuse auf.

Wie auch andere Lymnaeiden besitzt auch die Spitzschlammschnecke dreieckige Fühler, die die Hautatmung unterstützen sollen. Die verhältnismäßig kleinen Augen sitzen an Ausbuchtungen der vorderen Fühlerbasis. Der Körper ist grau bis braun gefärbt, wobei die Kriechsohle heller pigmentiert ist. Die Körperoberseite ist besonders an den Fühlern und im Kopfbereich von kleinen hellen Punkten übersät. Die an ihren Rändern ebenfalls mit hellen Punkten versehene Kriechsohle des Fußes ist vorn breit-oval gerundet, nach hinten schmaler zulaufend und gerundet. Der kurze Kopf ist deutlich breiter als der Fuß. Bei normaler Aktivität des Tieres ist zu erkennen, daß die Kriechsohles des Kopfes vorn leicht gebuchtet ist - beim Suchen nach festem Untergrund kann sie seitlich zu zwei Lappen auseinander gestreckt werden.
Unmittelbar hinter dem rechten Fühler befindet sich ein weniger pigmentierter Porus, aus dem der Penis hervorgestreckt werden kann. Die weibliche Geschlechtsöffnung befindet sich ebenfalls auf der rechten Körperseite, ist jedoch beim lebenden Tier durch durch das Gehäuse verdeckt.
Vereinzelt sind auch echte Albinos sowie pigmentarme Tiere zu finden. Der hierfür verantwortliche Gendefekt wird gegenüber normalfarbigen Tieren rezessiv vererbt (CAIN 1956).

ähnliche Arten:
Halbwüchsige und erwachsene Tiere sind aufgrund ihrer Größe und Gehäusemerkmale unverwechselbar. Selbst die Gehäuse weniger Wochen alter Jungtiere sind deutlich zugespitzter und die Naht zwischen den ersten Umgängen flacher als bei den verwandten Lymnaeidae (Schlamm- und Sumpfschnecken).
 

 

 

Spitzschlammschnecke
Spitzschlammschnecke
Lymnea stagnalis-GEHÄUSE03

Verbreitung, natürliches Habitat:

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Spitzhorns erstreckt sich auf Europa mit Ausnahme des Südens der Mittelmeerhalbinseln sowie Mittel- und Nordasien (JAECKEL 1953). Unterarten sind auch aus Nordamerika bekannt (BURCH (1982); NatureServe Explorer). Nach Tasmanien und Neuseeland wurde sie eingeschleppt.
Vorkommen in Europa:
Norwegen, Süd-Schweden, Dänemark (verbreitet, auch Faröer-Inseln), Finnland (verbreitet), Rußland (Region Kaliningrad bis mindestens Westsibirien), Estland (verbreitet), Lettland (verbreitet), Litauen (verbreitet; vgl. ZETTLER & DAUNYS 2005), Polen (verbreitet und häufig), Tschechien (verbreitet und häufig), Slowakei (im Tiefland verstreut), Liechtenstein, Österreich (nur Vorarlberg, Nordtirol und Niederösterreich), Ungarn, Slovenien, Kroatien, Serbien+Mentenegro, Makedonien, Albanien, Bulgarien, Rumänien (allgemein verbreitet; CIOBOIU 2003), Moldavien (ANDREEV & BURCOVSCHI 2001; COADĂ & POPA 2006), Ukraine, Griechenland (Festland), Türkei (außer im Süden und Südosten Anatoliens allgemein verbreitet; s. YILDIRIM et.al. 2006),
Britische Inseln (außer in Schottland verbreitet; Karte s. weblinks: National Biodiversity Network), Niederlande (verbreitet; Karte s. weblinks: Atlasproject Nederlandse Mollusken), Belgien (verbreitet), Luxemburg (verstreut, außer im Norden), Schweiz (zerstreut bis 1700müNN), Frankreich (Festland), Portugal (Festland), Spanien (Festland), Italien (Festland).

Außer in höheren Lagen Süddeutschlands ist das Spitzhorn in Deutschland allgemein verbreitet und häufig.

Die Spitzschlammschnecke besiedelt typischerweise stehende oder langsam fließende Gewässer (Seen, Gewässer der Flußauen) bis 6m Wassertiefe. Auch in kleineren Gewässern wie Weihern, Fisch- und Gartenteichen, Söllen und Bächen kommt sie vor und kann selbst kurzzeitige Austrocknung des Gewässers im Sommer im Bodenschlamm überdauern. Besonders hohe Abundanzen treten in stark mit Wasserpflanzen verkrauteten und dabei meist eutrophen Gewässern auf. Sie ist dabei insbesondere an Wasserpflanzen, aber auch auf Schlamm- und sonstigen Substraten zu finden.

Einige Habitate, in denen nach eigenen Beobachtungen Spitzhornschnecken im Freiland gefunden wurden sind unter folgenden Links kurz vorgestellt:

0001, 0002, 0003, 0013, 0016, 0018, 0021, 0022, 0023, 0027, 0031, 0032, 0035, 37a

Wasserwerte:

A
NTONI (1974; in: GLÖER 2002) stellte für die Spitzschlammschnecke experimentell ein Temperaturoptimum zwischen 19 und 24°C fest. Oberhalb von 26°C nimmt die Mortalität der Tiere überdurchschnittlich zu.
In den Seen Finnlands überstehen sie die langen, strengen Winter (Eisdecke von Okt./Nov. bis Mai) und kommen mit sommerlichen Wassertemperaturen bis 20°C zurecht (VÄYRYNEN et al. 2000).

Nach ØKLAND (1990; in: GLÖER 2002) toleriert die Art (in Norwegen) pH-Werte zwischen 6,0 und 9,5 wobei in Seen das Optimum zu pH 8 und in kleineren und fließenden Gewässern zu pH 7 festgestellt wurde.
Bei im Labor mit Salat gefütterten
Lymnaea stellten VAN DER BORGHT & PUYMBROECK (1966; in: GREENAWAY 1971a) fest, daß die Art 80% ihres Kalziumbedarfes über die Haut aus dem Wasser und nur 20% mit der Nahrung deckt.
Nach Laboruntersuchungen durch GREENAWAY (1971) muß die Spitzschlammschnecke bei Konzentrationen über 0,5mmol/l Ca (entsprechend 20ppm Ca bzw. etwa entsprechend einer Kalziumhärte >2,8°d / einer Gesamthärte >3,7°d) kaum Energie aufwenden, um Kalzium aus dem Umgebungswasser aufzunehmen. Dieselbe Kalziumionenkonzentration beschrieb schon BOYCOTT (1936; in: GREENAWAY 1971a) als Minimum, obschon er auch Tiere in natürlichen Gewässern mit nur 0,125mmol/l Ca fand. ØKLAND fand Spitzschlammschnecken in norwegischen Gewässern überwiegend bei einer Gesamthärte zwischen 1 bis 8°d; vereinzelt auch zwischen 0,6 bis 0,9°d. Als minimale Ca-Konzentration, bei der die Spitzschlammschnecke noch Kalzium aktiv aufnehmen kann, gibt GREENAWAY 0,062 mmol/l an.

Nach JAECKEL (1962; in: GLÖER 2002) wird ein Salzgehalt bis 7‰ toleriert. CARLSSON (2006) fand bei Untersuchungen der Süßwassergastropoden in den unterschiedlich brackigen Buchten der Åland-Inseln Spitzschlammschnecken bei max. 7,4 PSU.

Für Vorkommen von Lymnaea stagnalis im flachen Hochlandsee Işıklı Gölü, Provinz Denizli/Türkei veröffentlichten USTAOĞLU et.al. (2001) im Jahresverlauf stark schwankende Wasserwerte: 5,5-27°C; pH = 8,0-8,8; O2 = 6,7-13,3mg/l; Leitfähigkeit = 194-405µS25°C; SBV = 1,7-4,4mmol/l; Ca2+ = 26,5-76,2mg/l; Mg2+ = 27,2-91,4mg/l.

Nach eigenen Beobachtungen der Redaktion konnte die Art u.a. an Orten mit folgenden Wasserwerten gefunden werden:
Teich, ca. 4x10m, mit Sumpf- und Wasserpflanzen in Baden-Würtemberg (17.01.2007): 9°C im Flachwasser bei 10°C Lufttemperatur; GH = 4°dH; KH = 2°dH; pH = 7; NO3 ≤ 12,5mg/l.
Stark verkrauteter Graben mit Schlammsubstrat, wenig Strömung in Oldenburg/Niedersachsen (24.06.2007): 17,5°C; GH = 10°dH; KH = 5°dH; pH = 7,0; NH3/NH4 ~ 1,0mg/l; NO2 ~ 0,3mg/l; NO3 ~ 12mg/l.
Wenig unterhaltener, stark verkrauteter Wiesengraben fast ohne Strömung bei Jaderberg/Niedersachsen an Wasserpflanzen und auf Schlammsubstrat: 22°C (05.08.2007); GH = 11°dH; KH = 8°dH; pH = 7,5; NH3/NH4 ~ 0,2mg/l; NO2 < 0,3mg/l; NO3 ~ 0mg/l.
Wenig unterhaltener Graben mit Schlammsubstrat und geringer Strömung in Oldenburg/Niedersachsen: 14°C (06.10.2007); GH = 9°dH; KH = 5°dH; pH = 7,5; NH3/NH4 ~ 0mg/l; NO2 < 0,3 mg/l; NO3 ~ 8mg/l.
Jährlich geräumter Graben mit Schlammsubstrat und geringer Strömung in Oldenburg/Niedersachsen: 18°C (24.06.2007); GH = 8°dH; KH = 4°dH; pH = 7,0; NH3/NH4 ~ 1mg/l; NO2 ~ 0,5 mg/l; NO3 ~ 10mg/l.
Teilweise verkrauteter Graben in Kiel/Schleswig-Holstein (leichte Strömung, nach starkem Niederschlag) am 10.09.2007: 15°C; GH = 4,5°dH; KH = 4°dH; pH = 7; NH3/NH4 ~ 0,25mg/l; NO2 < 0,3mg/l; NO3 ~ 0mg/l.
See mit Schlammgrund in Schleswig-Holstein bei Kiel an Holz und Steinen: 6°C (25.12.2006), 16°C (10.09.2007); GH = 13-16°dH; KH = 9-11°dH; pH = 7,5-8,0; NH3/NH4 ~ 0,25mg/l; NO2 < 0,3mg/l; NO3 ~ 10mg/l.
Altarm der Ems mit Schlammsubstrat und reichlich Wasserpflanzen bei Meppen/Niedersachsen: 20,5°C (14.07.2007); GH = 12°dH; KH = 6°dH; pH = 7,5; NH3/NH4 ~ 0mg/l; NO2 ~ 0,3 mg/l; NO3 ~ 15mg/l.
Eingestauter Fluß mit Schlammsubstrat, wenig Strömung bei Rostock/Mecklenburg-Vorpommern (29.07.2007): 19°C; GH = 15°dH; KH = 9°dH; pH = 7,5; NH3/NH4 ~ 0,25mg/l; NO2 < 0,3mg/l; NO3 ~ 5mg/l.
Fluß mit Schlammsubstrat und geringer Strömung bei Bergum/Niederlande: 8°C (08.12.2007); GH = 8°dH; KH = 4°dH; pH = 7,5; NH3/NH4 ~ 0,3mg/l; NO2 ~ 0,3 mg/l; NO3 ~ 12mg/l.
Ehemalige Sandkuhle bei Oldenburg/Niedersachsen mit Sandsubstrat, z.T. Fallaub und Schlamm: 7°C (24.11.2006), 17°C (30.06.2007); GH = 6 bis 7°dH; KH = 7°dH; pH = 8,0; NH3/NH4 ≤ 0,2mg/l; NO2 < 0,3mg/l; NO3 ≤ 5mg/l.
Ehemalige Sandkuhle in Oldenburg/Niedersachsen mit Substrat wie vor: 7,5°C (26.11.2006), 20,5°C (24.06.2007); GH = 7 bis 8°dH; KH = 3,5 bis 4,5°dH; pH = 7,5 bis 9,0; NH3/NH4 ≤ 1mg/l; NO2 ≤ 0,3mg/l; NO3 ≤ 15mg/l.
Ehemalige Sandkuhle mit schlammig- sandigem Substrat und etwas Fallaub in Oldenburg/Niedersachsen an Holz: 14°C (03.10.2007); GH = 11°dH; KH = 3°dH; pH = 7,2; NH3/NH4 ~ 0mg/l; NO2 < 0,3 mg/l; NO3 ~ 0mg/l

 

 

Spitzschlammschnecke

Fortpflanzung:

Das Spitzhorn ist wie die übrigen heimischen Süßwasserlungenschnecken (Basommatophora) zwittrig angelegt. Geschlechtliche Fortpflanzung wird gegenüber Selbstbefruchtung signifikant bevorzugt (CAIN 1956).
Lymnaea stagnalis wird nach zweieinhalb bis drei Monaten (GRABOW 2000) bzw. ab einem Alter von 85 Tagen (amerikanische Unterart L. s. appressa unter Laborbedingungen; CRABB 1927b) geschlechtsreif. Die männlichen Geschlechtsorgane reifen dabei etwa 2 Wochen früher als die weiblichen (DUNCAN 1975). Nach Untersuchungen durch VAN DUIVENBODEN (1983; in: KOENE & TER MAAT 2004) und KOENE & TER MAAT (2004) wird bei separater Aufzucht der Tiere die Ausbildung der weiblichen Geschlechtsorgane erheblich verzögert, sodaß bis zur ersten Ablage eines (dann selbstbefruchteten) Geleges signifikant mehr Zeit verstreicht als bei gemeinsam gehaltenen Tieren.

Für den nordgriechischen Kerkini-See beobachteten HATZIIOANNOU & LAZARIDOU-DIMITRIADOU (2001) zwei Generationen/ Jahr.

Nach HEITKAMP (1982; in: GLÖER 2002) erstreckt sich die Reproduktionsperiode im Freiland von Ende April/Mai bis Anfang Oktober. In den kurzen Sommern Finnlands ist dieser Zeitraum auf Juni bis in den späten August reduziert (VÄYRYNEN et al. 2000).
ANTONI (1974; in: GLÖER 2002) stellte fest, daß der jahreszeitliche Rhythmus der Laichablage (über die Tageslänge) photoperiodisch gesteuert wird. Die Laichproduktion wird bei Temperaturen unter 13°C eingestellt.
Unter den konstanten Bedingungen des Aquariums beobachtete CRABB (1927b) die Eiablage der amerikanischen Unterart L. s. appressa im 3-tägigen Rythmus über rund 25 Tage und einer anschließenden, mehrtägigen Ruhephase nach der sich die Periode intensiver Reproduktion widerholt.

KLOTZ (1889; in: CRABB 1927b) beobachtete mehrfach im Freiland und auch im Aquarium, daß Paarungen vorkommen, bei denen sich zwei Tiere gleichzeitig gegenseitig befruchten. Nach neuerer Auffassung ist eine solche Gleichzeitigkeit jedoch auszuschließen (KOENE & TER MAAT 2004). Das weiblich fungierende Tier verharrt während der Paarung regungslos und passiv. Das bei der Paarung dem weiblich fungierenden Tier übergebene Sperma wird von diesem zunächst in einem besonderen Organ des Genitaltraktes, der Bursa copulatrix zwischengespeichert. Erst dann wird durch in der Spermienmasse enthaltene Stoffe die Produktion von Eizellen angeregt (HORSTMANN 1955, GERAERTS & al. 1994; in: GLÖER 2002). Die eigentliche Befruchtung der gereiften Eizellen erfolgt anschließend in einem weiteren Organ, der Befruchtungstasche (Corpus pyriforme). CAIN (1956) konnte zeigen, daß die bei der Paarung übergebenen und dann zwischengespeicherten Spermien noch über 100 Tage später zur Befruchtung von Eizellen verwendet werden.

Die gallertigen Gelege sind meist gerade und bandförmig und werden besonders an die Schwimmblätter von Wasserpflanzen aber auch andere Substrate geheftet. Im Gegensatz zur Posthornschnecke (Planorbarius corneus) werden nach Beobachtungen von WAHL (2008) die Gelege dabei nicht besonders lichtgeschützt abgelegt. Die Embryonen der Spitzschlammschnecke werden in ihrer Entwicklung vom natürlichen UV-Licht nicht geschädigt.
Je nach Alter und Größe der Schnecke kann ein Gelege bis 65mm lang sein und bis zu 300 Eier enthalten. Typisch für die Lymnaeidae ist die geschichtete, ziemlich dicke äußere Hülle des Geleges. Unmittelbar nach der Eiablage ist diese milchig-trüb und wird im Wasser schnell klar. Innerhalb dieser Hülle befinden sich die einzelnen Eier, die etwas unordentlich meist nebeneinander, teilweise auch übereinander im Laichstrang liegen. Durch mikroskopisch feine Schleimfäden sind sie in ihrer Lage fixiert. Die länglich-ovalen Einzeleier besitzen eine doppelte Membran. Nach NEKRASSOW (1928) ist für Lymnaea charakteristisch, daß die äußere, geschichtete dieser Membranen sehr viel dünner ist als bei den übrigen Arten der Familie. Die innere Membran ist dagegen stark lichtbrechend und gut sichtbar. Mit 1,3mm Länge und knapp 1mm Breite sind die Eier (an der inneren Membran gemessen) mit Abstand die größten der Lymnaeidae. Nach VAUGHN (1953; in: COSTIL 1997) können sich die Embryonen in den Gelegen bei Wassertemperaturen zwischen 9,9 bis 28°C entwickeln. Schon in den ersten Stunden nehmen sie dabei über die sie umschließenden Membranen erhebliche Mengen Ionen (u.a. Ca2+, Na+, K+) aus dem Umgebungswasser auf. Die vom Elterntier mit der Eimasse bereitgestellten Reserven reichen zur Entwicklung der Jungtiere nicht aus (TAYLOR 1973 und 1977). VAUGHN beobachtete, daß aus durchschnittlich 94,1% der Eier auch Jungtiere schlüpfen. Je nach Wassertemperatur knabbern sich die Jungtiere 10 Tage bis drei Wochen nach der Eiablage aus den Gelegen heraus.
Im Freiland sind die frisch geschlüpften Jungtiere besonders häufig von Mai bis September zu finden (HEITKAMP (1982; in: GLÖER 2002)). Ihre Gehäusehöhe beträgt beim Schlupf etwa 1,3mm (ARNI 1973; in: GLÖER 2002).
Von ARAMBASIC et.al (1987; in COSTIL 1994) wurde eine sehr hohe Sterblichkeitsrate der Jungtiere in den ersten 30 Tagen nach dem Schlupf von 60% beobachtet. Im Labor von SEUGE & BLUZAT (1982; in COSTIL 1994) überlebten dagegen 50% der Tiere die ersten 10 bis 16 Lebensmonate.

 

 

Spitzschlammschnecke Bild
Lymnea stagnalis-juv

Lebensdauer:
Lymnaea stagnalis wird nach G
LÖER (2002) im Freiland etwa zwei Jahre alt.
Für finnische Seen stellen V
ÄYRYNEN et al. (2000) fest, daß die Tiere einen zweiten Winter überleben können und maximal 2 bis 2,5 Jahre alt werden können. Für den nordgriechischen Kerkini-See geben HATZIIOANNOU & LAZARIDOU-DIMITRIADOU (2001) ein Höchstalter von 18 bis 24 Monaten an.

Nach Angaben von G
RABOW (2000) überleben sie im Freiland meist keine zweite Überwinterung. In seinem Aquarium lebten sie dagegen bis zu 4 Jahre.

Nahrung:

Nach C
ARRIKER (1946) ernährt sich das Spitzhorn im Freiland vorwiegend vegetarisch, verschmäht aber auch Aas (z.B. tote Artgenossen) nicht. RAEVELL (1980; in: GLÖER 2002) konnte im Darminhalt 85% Detritus und 15% Diatomeen finden. Nach Angaben von GRABOW (2000) ernährt sich die Art von Algenaufwuchs, weichen Pflanzenteilen und Aas.
In einer schweizerischen Aquakulturanlage beobachtete B
UTZ (1998), daß Muschelblumen (=Wassersalat; Pistia stratiotes), Wasserhyazinthen (Eichornia crassipes) und die Untergetauchte Wasserlinse (Lemna trisulca) nicht so gern gefressen wird wie Algen, abgestorbene Pflanzenteile oder die Kleine Wasserlinse (Lemna minor).
Im Labor fütterte CARRIKER (1946) seine Lymnaea über viele Generationen mit Salat und einem gekochten Weizenbrei. Er stellte fest, daß die Tiere zur weiteren Zerkleinerung der aufgenommenen Nahrung auf ein Minimum an Sand in ihrem Muskelmagen angewiesen sind. Unabhängig von der Art der angebotenen Nahrung stellten die Tiere bei völlig sandfreier Haltung nach einigen Tagen die Nahrungsaufnahme ein und starben.
Zur Optimierung der Haltungsbedingungen für die amerikanische Unterart L. s. appressa führte CRABB (1929) u.A. auch Fütterungsexperimente durch:
Er fand, daß insb. Jungtiere bei Fütterung mit Kopfsalat erheblich besser wachsen als mit Eisbergsalat. Auch erwachsene Tiere bevorzugen die grünen Blätter gegenüber dem zarten, weißen Blättern. In einem anderen Experiment wurde den Tieren gleichzeitig Kopfsalat, Eisbergsalat, Grünkohlblätter und Wasserpest (Elodea) angeboten. Hierbei fraßen sie den Kopfsalat und legten ihre Gelege an Kohl und Wasserpest. Wurde der Kopfsalat nicht wieder ersetzt, so wandten sie sich dem Eisbergsalat zu. Auch dünne Scheiben Zuckerrübe, Karotte und Spinat wurden gegenüber Grünkohl oder Wasserpest bevorzugt gefressen. Nebenbei bemerkte CRABB, daß auch tote Artgenossen gefressen werden. Für optimales Wachstum der Art empfiehlt CRABB schlußendlich die Tiere mit Kopfsalat in Abständen von 2 bis 3 Tagen zu füttern. Gelegentlich sollte die Diät mit gekochtem Weizen und Filterpapier ergänzt werden.
Bei gemeinsamer Haltung in Laboraquarien mit der Gemeinen Schnauzenschnecke (Bithynia tentaculata) beobachtete RICHTER (2001), daß die Gelege zwar nicht gezielt, über die Versuchsdauer doch aber fast komplett von Lymnaea aufgefressen wurden. Von den wenigen zwischenzeitlich geschlüpften Schnauzenschnecken waren zum Versuchsende keine mehr auffindbar, sodaß anzunehmen ist, daß das Spitzhorn auch die lebenden Jungtiere verzehrt hat.
MEIER (1985; in: GLÖER 2002) beobachtete, daß sich die Sterberate der Eiförmigen Schlammschnecke (Radix balthica) bei Vergesellschaftung im Aquarium mit Lymnaea stagnalis verdoppelte.
Im Freiland koexistiert Lymnaea häufig mit Bithynia und Radix in denselben Habitaten. Daß die kleineren Arten sich hier dennoch halten können, ist vermutl. auf die geringere Dichte der Lymnaea zurückzuführen sowie daß die kleineren Arten genügend Versteckmöglichkeiten vorfinden.


Im Aquarium frißt das Spitzhorn hauptsächlich Algen (auch Blaualgen), Mulm, Fischfutter (-reste), abgestorbene Pflanzenteile, aber auch lebende, zarte Wasserpflanzern (z.B. Wurzeln von Wasserpest, Schwimmfarn (Salvinia natans), Wasserlinsen (Lemna sp.), Wassernabel (Hydrocotyle sp.), Wasserstern (Callitriche palustris)) und Aas. Die Verluste unter den Wasserpflanzen können durch Zufütterung mit Spirulina, überbrühtem Salat, sonstigem Gemüse (z.B. Kohlblätter, Zuccini, Gurke) oder auch Nudeln verringert werden. Sehr hartblättrige Wasserpflanzen wie z.B. Hornblatt (Ceratophyllum demersum) werden nicht angefressen. Nach Beobachtungen mehrerer Aquarianer werden neben Gelegen anderer Wasserschnecken (Posthorn- und Blasenschnecken) auch Hydra im Aquarium gefressen. Obwohl sie nicht gezielt, sondern eher zufällig gefressen wird, wird sie doch deutlich reduziert.


Verhalten:

Auch in sauerstoffreichem Wasser gehaltene Spitzschlammschnecken kommen etwa halbstündlich an die Wasseroberfläche um den Luftvorrat in ihrer Mantelhöhle auszutauschen. Der Vorgang dauert etwa 15s (L
UKOWIAK et al. 1996). Bei höheren Wassertemperaturen (sommers im Freiland / im Aquarium) und/oder geringem Sauerstoffgehalt kommen sie häufiger an die Wasseroberfläche. Bei geringeren Temperaturen und entsprechend geringerer Aktivität reicht ihnen die Atmung über die Haut und die dann mit Wasser gefüllte Mantelhöhle.
In milden Wintern ist die Art weiterhin aktiv und ist manchmal sogar unter einer dünnen Eisdecke zu beobachten. In strengen Wintern kann
Lymnaea auch im Sediment eingegraben ruhen und zehrt währendessen von ihren Reserven.

Jungtiere kriechen oft über die Wasseroberfläche hinaus. Auch adulte Tiere sind oft an der Wasseroberfläche hängend beim Fressen der Kahmhaut zu beobachten.
Die Art kann im Schlamm vergraben auch ein Austrocknen des Gewässers überdauern. Auch das "Ausfrieren" abgelassener Fischteiche kann sie im Schlamm vergraben überstehen.

MEGUŠAR (1907) beobachtete, daß sich Spitzschlammschnecken ihren Feinden (z.B. den Wasserkäfern Hydrophilus piceus und H. aterrimus entzieht, indem sie sich zu Boden fallen läßt. Die in der Mantelhöhle meist vorhandene Luft wird hierbei von der Schnecke ausgestoßen.

Im Aquarium sind die stets aktiven Tiere auf verschiedenen Substraten, sämtlichen Einrichtungsgegenständen, an der Wasseroberfläche und an Wasserpflanzen zu beobachten.


Haltung und Vergesellschaftung im Teich und Aquarium:

Lymnaea stagnalis wird im Handel jedes Frühjahr als Wildfang aus Osteuropa für den Besatz von Gartenteichen angeboten.
Für die dauerhafte Haltung der Spitzschlammschnecke im Gartenteich sollte dieser über eine ausreichende Wassertiefe (je nach regionalem Klima; ca. 50 bis 100cm), eine Flachwasserzone, Bereiche mit weichem Substrat (Teicherde, Schlamm kommt mit der Zeit von selbst hinzu) und reichlich Pflanzen verfügen. Eine Fütterung der Schnecken ist dann nicht erforderlich. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung insb. der überwinternden Tiere kann mit Wasserpflanzen (z.B. Wasserpest, Hornblatt, Tausendblatt) gewährleistet werden. In strengen Wintern ist es sinnvoll gelegentlich Fenster in die auf dem Eis liegende Schneedecke zu schieben. Eine künstliche Wasserumwälzung/Belüftung/Wasserfilterung ist für die Schnecken selbst so zu keiner Jahreszeit erforderlich. Auch in kleineren Teichen ist eine Vergesellschaftung mit kleinen Fischen wie z.B. Moderlieschen, Stichling oder Gründling gut möglich. Bei gemeinsamer Haltung mit größeren Cypriniden halten sich die Schnecken nur in einer großzügigen Flachwasserzone. Gegen Flußkrebse haben die dünnschaligen Spitzschlammschnecken keine Überlebenschance.

In geschützter Lage, z.B. auf einer Terrasse unmittelbar an einer Hauswand, lassen sich Spitzschlammschnecken auch in einem Mörtelkübel (ab 200l) dauerhaft halten. Der Standort ist gewissenhaft auszuwählen, damit die Wassertemperaturen im Hochsommer in solch kleinen Behältnis möglichst nicht 25°C überschreitet ( --> Halbschatten) und das Wasser im Winter nicht von unten her (wo die Tiere in weichem Substrat überwintern) gefrieren kann. Gegen letzteres Problem hilft es den Kübel möglichst bis zu seiner Oberkante in das Erdreich einzulassen. Die Nähe zu einem (üblicherweise wenig gedämmten) Keller ist vorteilhaft. Weil die Jungtiere gern das Wasser verlassen, sollte der Kübel nich randvoll mit Wasser gefüllt werden, sondern mind. 5cm Freibord verbleiben. Im Übrigen können für die Haltung der Spitzschlammschnecken im Mörtelkübel sinngemäß obige Ausführungen bzgl. der Haltung im Gartenteich empfohlen werden.

Aufgrund ihrer Größe, relativen Anspruchslosigkeit und leichter Vermehrung wurde das Spitzhorn ein beliebtes Labortier für wissenschaftliche Untersuchungen in der Neurologie, Toxikologie und Verhaltensforschung (vgl. z.B.: The Journal of Experimental Biology . Ihre ständige Aktivität macht sie auch für Aquarianer zu interessanten Pfleglingen. In Übereinstimmung mit den Erkenntnissen von SEMPER (1874, 1883; in: CRABB 1929) empfiehlt die Redaktion für die dauerhafte Haltung im Aquarium zur Vermeidung innerartlicher Konkurrenz nicht mehr als 2 adulte Tiere je 10l Aquarieninhalt. Als Standort für ein Aquarium ist ein schattiger bis halbschattiger Platz in sommers nicht zu warm werdenden Zimmern geeignet. Die Wassertemperatur sollte 20 ± 5°C betragen. Die Installation eines Heizstabes ist damit bei üblichen Zimmertemperaturen nicht erforderlich. Bereits 1929 stellte CRABB fest, daß eine Belüftung des Wassers, regelmäßige Wasserwechsel und das Entfernen von Mulm und Futterresten für ein gesundes Wachstum der Tiere essentiell sind. Ein Wasserfilter ist dann nicht unbedingt erforderlich. Für die Einrichtung des Aquariums ist üblicher Aquariensand, reichlich Wasserpflanzen und Wurzelholz geeignet. Sollte sich Nachwuchs eingestellt haben, hilft eine dichte Abdeckung gegen Verluste durch "Aussteiger". Ohne Abdeckung ist reichlich Freibord nur die zweitbeste Lösung. Für das Einfahren des Aquariums und regelmäßige Wasserwechsel sind die in der Süßwasseraquaristik allgemein bekannten Regeln zu beachten.
Hinsichtlich der Vergesellschaftung mit anderen Arten im Aquarium wurden bisher von usern des Aquarienschnecken-Forums einige Beobachtungen gepostet:
So wird von gemeinsamer Haltung mit Pomacea bridgesii, Asolene spixi und Marisa cornuarietis abgeraten (adulte Lymnaea wird gebissen oder gar lebendig gefressen; Laich und Jungtiere wird gefressen). Größere Flußkrebse wie z.B. Cherax sp. "Zebra" fressen auch erwachsene Spitzschlammschnecken - Laich und Jungtiere fallen auch kleinen Flußkrebsarten zum Opfer. Außerdem wurde beobachtet, daß Jungtiere von der "Raubschnecke" Anentome helena gefressen werden. Andererseits dezimiert das Spitzhorn die Gelege anderer Wasserschnecken (z.B. Blasen- und Posthornschnecken). Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen, friedlichen Fischen wie Panzerwelsen oder anderen, pflanzenfressenden Kleinfischen ist im Aquarium unproblematisch.


Parasiten:

Neben anderen Wasserschnecken werden besonders auch die heimischen Lymnaea von verschiedenen Arten von Trematoden (Leberegel) als Zwischenwirt befallen. Planmäßiger Endwirt der die Schnecke verlassenden Cercarien (= ein Larvenstadium der Egel) sind Wasservögel, Fische, Amphibien oder Säugetiere. Die meisten Cercarien gelangen in ihren Endwirt indem sie mitsamt der infizierten Schnecke gefressen werden. Dort bohren sie sich durch die Darmwand und befallen die inneren Organe.
Cercarien der Familie Schistosomatidae schwimmen dagegen aktiv auf ihren Endwirt zu und bohren sich durch dessen Haut. In den Tropen führen verschiedene Trematodenarten auch zu Erkrankungen der Menschen (Schistosomiasis = Bilharziose). Die in Mitteleuropa nicht seltene Art Trichobilharzia ocellata, deren planmäßiger Endwirt Wasservögel sind, kann auch hier badende Personen als Fehlwirt befallen, wird aber noch in der Haut vom Immunsystem abgetötet. Während dabei beim ersten Befall noch keine Hautreaktion zu bemerken ist, kommt es bei wiederholtem Male an den Ein“stich“stellen zu Rötungen und stark juckendem Hautausschlag, der mehrere Tage anhält („Badedermatitis“). In Süddeutschland stellte A
LLGÖWER (1990; in: GLÖER 2002) fest, daß 4,4 bis 8,4% der untersuchten Spitzschlammschnecken mit Trichobilharzia ocellata infiziert sind.
In Spitzschlammschnecken wurden u.a. von F
UCHS (2002, s. weblinks) im Raum Westfalen-Lippe weitere, für die menschliche Gesundheit ungefährliche Trematodenarten gefunden. Auch VÄYRYNEN et al. (2000) fanden in finnischen Seen eine Reihe Trematodenarten, deren Endwirte Vögel oder Fische sind. Nach BARGUES & MAS-COMA (1997) ist Lymnaea stagnalis genetisch so verschieden von den Haupt-Zwischenwirten (Radix spec. Stagnicola palustris, Galba truncatula) der für den Menschen gefährlichen Trematodenarten Fasciola hepatica und Fasciola gigantica, daß sie nur ausnahmsweise von diesen befallen wird.

Gefährdung:

Die Spitzschlammschnecke wird derzeit nicht auf der bundesweiten Roten Liste Deutschlands (1998) geführt. Ebenso nicht auf der internationalen Roten Liste der IUCN und derjenigen von Estland (Jahr?), Lettland (2003), Niederlande (2004) und Polen (2004). In Slovenien (2001) wird sie als gefährdet ("V") geführt. In Österreich gilt sie als nicht gefährdet ("LC", in P
ATZNER 2006).


Sonstiges:

Die Spitzschlammschnecke wird derzeit nicht auf der bundesweiten Roten Liste Deutschlands geführt. Ebenso nicht auf der internationalen Roten Liste (IUCN 2007) und derjenigen von Estland (Jahr?), Lettland (2003), Niederlande (2004) und Polen (2004). In Slovenien (2001) wird sie als gefährdet ("V") geführt. In Österreich gilt sie als nicht gefährdet ("LC", in P
ATZNER 2006).

Die Systematik innerhalb der Gattung Lymnaea ist derzeit in Europa noch umstritten. Aufgrund von DNA-Analysen und Kreuzungsversuchen gibt es jedoch deutliche Hinweise darauf, daß nicht alle Formen auf die Variabilität der Art L. stagnalis zurückzuführen sind. Insbesondere in Süd- und Osteuropa ist damit zu rechnen, daß weitere Arten abgegrenzt werden (vgl.: Wikipedia). Bisher werden für den Bearbeitungsbereich der FaunaEuropaea (s. weblinks) indes keine weiteren Arten oder Unterarten gelistet.

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weblinks:

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[Kurzdarstellung der unklaren Systematik der Lymnaea]

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Seite aktualisiert am 30.11.2008

Autor: schneckli

nternationale Trivialnamen
dänisch: Stor Mosesnegl
englisch: Great Pond Snail
französisch: Limnée des étangs = Limnée d'étang
holländisch: Poelslak
japanisch:
Yohroppa-Monoaragai = ヨーロッパモノアラガイ
lettisch: lielais dīķgliemezis
polnisch: błotniarka stawowa
rumänisch: melc de mâl
russisch: ПРУДОВИК
schwedisch: Stor dammsnäcka
slovakisch: vodniak vysoký
tschechisch: plovatka bahenní
ungarisch: Nagy mocsárcsiga

 

 

 

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