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Marisa cornuarietis(Linnaeus, 1758) -Paradiesschnecke

Marisa cornuarietis Paradiesschnecke
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diverse Bezeichnungen:

 riessen “Posthornschnecke”

gestreifte “Posthornschnecke”

Paradiesschnecke

Beschreibung:

Gehäuse: 5 bis 7 cm, flach, die Unterseite meist hell und tief eingesenkt ( tiefer Nabel). Die Oberseite ist häufig einfarbig dunkel , bei der gestreiften Variante. Sie besitzt einen Deckel, der das Gehäuse komplett verschliessen kann. Seine Wachstumsringe sind konzentrisch angeordnet .- beige, besetzt mit 5 - 7 Streifen, helles braun, auch mit rotem Anteil bis zu dunklem braun. Oder auch einfarbig in gelb.

Paradiesschnecke

 

Körper: hat eine auffallend Maserung zwischen weiss, grau und schwarz. Oft sieht man die Oberseite als rein beige, die Unterseite als dunkelbraun. Sie besitzt eine Lunge und einen Sipho.

Bild
Marisa cornuarietis
Operculum
Operculum

Das Geschlecht läßt sich äußerlich an der Gehäuseform und dem Deckel unterscheiden.Beim Männchen sind die Umgänge gewölbter und der Deckel runder, als beim Weibchen

Bild

links das Männchen, mit einer runden Gehäuseform

Bild

das Weibchen, mit einem zeichnerisch verdeutlichten unrunden Form des Gehäuseschnitts

Verbreitung/ natürliches Habitat:

In der Natur kommen in Flüssen, Seen und Sümpfen vor, wobei sie starke Vegeationsgebiete bevorzugen.Im subtropischen und tropischen Wechselklima ist sie beheimatet. Wir finden sie von Brasilien, über Honduras,Venezuela, Panama , Costa Rica(1952), aber auch in Florida (1970)und Texas(seit 1990). AN all den Orten, bei denen die kälteste Temperatur nicht unter 12 Grad sinkt, es genügend pflanzliche Nahrung und Wasser gibt, verbreitet sie sich. Selbst in Brackwasserbereichen, die eine Salinität von bis zu 3% aufweisen kann sie sich halten, wenn auch nicht vermehren.

Wasserwerte:

Genaue Daten liegen der Readaktion nicht vor.

Vermehrung:

Das Männchen sitzt, nach dem erlangen der Geschlechtsreife, rechts auf das Weibchen auf und befruchtet es innerlich.

 Das Weibchen legt unter Wasser, an harte Wasserpflanzenstengel oder Blättern, ihr 100 - 200 Eier umfaßendes ca. 10cm langes Gelege ab. Innerhalb von drei Tagen quellen die Eier auf das dreifache Volumina an. Bei einer konstanten Wassertemperatur von 26 Grad, schlüpfen die Jungschnecken innerhalb von 10 Tagen.

Gelegeausbringung
Marisa cornuarietis Gelege 3 Tage
Marisa cornuarietis Gelege 6 Tage

Lebenserwartung:

Genaue Daten liegen der Redaktion nicht vor.

Futter:

Sie frißt jede Art an Wasserpflanzen mit Ausnahme von Wasserpest und Muschelblumen. Ansonsten nimmt sie Gemüse, Herbstlaub, Mückenlarven, Krabben, Muscheln, Trockenfutter jeder Zusammensetzung, und Aas. Jungtiere fressen gelegentlich Gelege der gleichen Art, sofern ein Eiweißmangel herrscht, oder ein Überbesatz vorherrscht.Deckellose Schnecken werden auch verzehrt.

Vergesellschaftung:

Die Marisa cornuarietis zeigt sich als robust. Sie wird in Malawibecken gehalten, da sie mit Belästigungen anderer Aquarientiere sehr gut zurecht kommt.

Zu ihrer vollen Entfaltung kommt sie in eienm Wirbellosenbecken ( ohne Krebse ) Möchte man ein Einzelmodell halten wäre es von Vorteil ein Männchen einzusetzen, denn die Schlüpfrate eines einzigen Geleges liegt nach meiner Erfahrung bei 99%.

Sonstiges:

Ihr Habitat weißt uns den Weg für eine optimierte Haltung.Mäßig bewegtes Wasser, üppiger Pflanzenbewuchs und eine Menge Schwimmpflanzen, laßen sie sich wohlfühlen.Damit sie auswachsen kann, sollte das Aquarium eine Kantenlänge von mindestend 50 - 60 cm haben.

 Ihre hohe Vermehrungsrate, machen sie zu einer geeigneten Futterschnecke.

 Weblinks:

http://www.applesnail.net/content/species/marisa_cornuarietis.htm [ informative Seite über Pflege, Haltung, Zucht, Gehäusebilder etc. ]

http://www.rhusmann.de/aqua/marisa.htm [ private Seite über Pflege, Haltung, Zucht , Gehäusebilder, persönliche Erfahrungen. ]

Bio - Uni- Ulm

Oehlmann, J., U. Schulte-Oehlmann, J. Bachmann & M. Oetken (2005): Low dose effects of bisphenol A in the freshwater snail Marisa cornuarietis. Environ. Res. 98, 413.  [ PDF im Downloadbereich , über eine Testreihe bei Marisa Cornuarietis mit Bisphenol. ]

 

 

Seite aktualisiert: 18.04.2009

Autor: Alexandra Behrendt

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