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Planorbella sp.

Planorbella duryi duryi

Familie: Planorbidae subfam. Planorbinae Rafinesque, 1815
(Art:        Planorbella duryi duryi (Wetherby 1879) (?) )

 

Beschreibung:

 

Das Gehäuse ist ca. 10 mm hoch und 20 mm breit. Es besitzt 4,5 Umgänge, die rasch zunehmen. Die Gehäuseunterseite ist flach , der letzte Umgang leicht gekantet. Die Windungen liegen meist in einer Ebene, können aber auch etwas erhoben sein. In natürlicher Farbe ist das Gehäuse von rötlich braun bis zu dunkelbraun, der Körper entsprechend dunkelbraun bis fast schwarz. Die Fühler sind gerade, die Augen sitzen an der Basis.
 

Verbreitung:

Ursprünglich stammt die Planorbella sp. (duryi duryi ) aus Nord Amerika, wurde aber verschleppt. So finden sich Vorkommen in Europa, allerdings nur in künstlich erwärmten Gewässern. Im Rheinland wurde sie entdeckt (Studemund & Rosenberg 1994) und auch im Warmbad Bad Villah tauchte sie, als Helisoma trivolis auf (Say 1818) auf, ist dort aber wieder ausgestorben.

 

Vermehrung:

 

Auch diese Planorbide ist zur Selbstbefruchtung fähig, es reicht ein Exemplar aus, um einen neuen Lebensraum , mit einer kleinen Population zu füllen. Allerdings ist die Schlupfrate bei Eigenproduktionen recht gering , sie liegt bei 5 - 6 %.

Gehäuse
Planorbella duryi duryi
Planorbella sp. bei der Paarung

Als zwittrig angelegtes Tier, kann sie sowohl Sperma produzieren, alsauch aufnehmen. Das Geschlechtsorgan sitzt hinter dem linken Fühler und wird in die Geschlechtsöffnung des zweiten Tieres eingeführt. Nach erfolgreicher Befruchtung, legt die Schnecke ein ovales leicht erhabenes Gelege, von ca. 15 Eiern an hartes Substrat.

 Die Gelege entwickeln sich bei einer Wassertempearut von 24 - 26 Garad innerhalb von 10 Tagen.

frisches Gelege
Schlupf 10 Tage
Gelege 1 Woche alt
Gelege 8 - 9 tage

Nahrung:

Die Ernährung der Planorbella duryi duryi im Aquarium ist recht einfach, sie fressen verwesende Pflanzen, Mulm , Futterreste, Algen, gehen an jede Art von Futtertablette und Gemüse, auch verstorbene Aquarieninsassen werden nicht verschmäht.

Vergesellschaftung:

 

Eine Vergesellschaftung mit Schlammschnecken und Schnecken der Pomacea Gruppe ist nicht anzuraten, da diese, die Gelege der Posthornschnecken eliminieren. Auch auf eine Vergesellschaftung mit Krebsen, sollte verzichtet werden, ausser man benötigt die Posthornschnecken als Frischfutter.

Mit Zwerggarnelen und Schnecken aus der Gattung Planorbidaea und Cerithoidea kommt sie gut zurecht. Auch mit einem etwas ruppigeren Fischbesatz kommt sie zurecht, sofern sie nicht gefressen wird.
 

Sonstiges:

 

Die Posthornschnecken haben im Gegensatz zu anderen Wasserschnecken Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff. Ihre fadenförmigen Fühler sind nicht einziehbar und obwohl sie keinen Deckel besitzen, sind sie in der Lage, kurze Trockenperioden zu überstehen und sich dabei sehr weit in ihr Gehäuse zurückziehen.

 

Ausserdem zeigen sie sich resistend gegen Medikamente wie Flubenol und ähnlichem.

Alles in allem, ist sie eine leicht zu züchtende Aquarienschnecke, die es auch schon in etlichen Farbformen auf dem Markt zu erhalten ist.

Diese ganzen Farbformen, sei es rosa, olive, blau oder orange, führen meist auf die Planorbella oder aber auf die Planorbarius corneus zurück. Wobei die Empirik zeigt, dass die dunkleren Farbtöne eher mit der Planorbairus corneus zu tun haben.

Alle Bilder wurden von Andreas, www.Aquarieninfo.de zur Verfügung gestellt. Danke!

Literatur:

 

GLÖER, P. (2002): Süßwassermollusken Nord und Mitteleuropas. Bestimmungsschlüssel, Lebensweise, Verbreitung. In: Die Tierwelt Deutschlands. Conchbooks, Hackenheim. ISBN 3-925919-60-0.

[Angaben zu Merkmalen, Verbreitung usw.]

 

Seite wurde aktualisiert am 29.12.2007

Autor: Alexandra Behrendt

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frisches Gelege
Gelege 7 Tage alt
Gelege 8 - 9 Tage alt
Gelege Schlupf 10 Tage

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