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Septaria sp. - Muschelschnecke

S e p t a r i a ( S e p t a r i a ) p o r c e l l a n a (LINNÉ, 1 7 5 8 )

Septaria porcellana
  • Klasse             Gastropoda Cuvier, 1797 
  • Ordnung            Neritoidea  Rafinesque, 1815
  • Familie            Neritidae 
  • Gattung            Septaria, Ferussac, 1807
  • Art                  Septaria porcellana

Gehäuse : 

  • sehr variabel in Form und Zeichnung, symetrisch, mützenförmig
  • kreisrund bis eiförmig, stark gewölbt
  • hinter der Mitte, die größte Breite
  • Apex nach hinten gerichtet, leicht nach rechts gebogen
  • bei älteren Tieren häufig korrodiert, anliegend
  • 15 - 30 mm lang und ca. 15 - 23 mm breit, 7 - 12,3 mm hoch
Apex01

Die Spitze der Septaria porcellana ist leicht nach rechts gebogen

Farbe:

  • gelbbraun bis gelbgrün, überzogen von einem variablen schwarzen Netzmuster, aus spitzwinkligen oder ovalen Flecken.
  • aber auch Gehäuse mit breiten Radialstreifen und Flecken, gelegentlich mit Quer- und Zickzackbändern
  • auch Schalen mit kaum erkennbaren Mustern

Mündung:  

  • weit, Kolumellarfläche ( Septum ) flach und eng
  • bläulich weiß bis gelblich;
  • Rand gerade und nicht gezähnt.

Deckel :

  • Unregelmäßig quadratisch,
  • Nukleus seitlich, Oberseite glatt, Innenfläche matt
  • Hinterrand gerade mit horniger Leiste; seitlich schmal, prominente
  • Rippe, kurz und abgeflacht mit abgerundetem freiem Ende.

Körper: 

  • Sohle einfarbig hellgrau - dreckigweiss,
  • grau weisse Musterung am Körper,
  • Fühler lang und dünn, Augen an deren Basis auf kurzen Stiele

diverse Bezeichnungen

Muschelschnecke, Musterschnecke, Rautenschnecke

septum
septariaoperculum01
septariaoperculum02

Am häufigsten wird die Septaria cf. porcellana (Linnaeus, 1758)  importiert, vermehrt nun auch die Septaria lineata.

Auffällig ist der Deckel dieser Gattung, der je nach Art kaum noch vorhanden ist. Mit ihm kann das Haus nicht verschlossen werden, fällt sie auf den “Rücken” ist sie nicht dazu in der Lage den Deckel als Schutz zu verwenden.Dieser ist durch das Gehäuse von oben und den Fuss von unten nicht erkenntlich. Wieso er eine solche ungewöhnliche Form hat und welche Funktionen er einnimmt kann nicht erklärt werden.

Verbreitung:

Östlicher Indischer Ozean (Sri Lanka, Andamanen, Nikobaren, Malayischer Archipel) bis zu den Philippinen,Molukken, Neuguinea, Bismarck-Archipel, Neue Hebriden (Vanuatu), Neukaledonien,Fidschi, Samoa, Tahiti, Karolinen und Marianen.

Fundort

Die Fundorte aller beschriebenen Arten zeichnen sich durch einen hohen Sauerstoffanteil und üppigen Algenbewuchs aus . In Bachregionen leben sie stets an den strömungsstärksten Bereichen, auf Großten Steinen.

In Thailand Prov. Phangnga werden sie in zuführenden Flüssen bis ca. 5 km vom Meer entfernt gefunden. In China - Taiwan sind sie in einem kleinen Bach , mit kaskadierendem Wasserfall heimisch. Auch in anderen Ländern sind es stets schnell fliessende Flüsse oder Bäche. Jungtiere werden im Brackwasserbreich und ältere Tiere in den ins Meer mündenden Süßwasserflüssen gefunden. Diese wandern unablässig dem Süßwasserstrom entgegen.

Ihr Gehäuse ist perfekt an den Umstand angepasst, dass sie in strömungsstarken Bereichen angesiedelt sind, auch ist ihr Fuss sehr kräftig, das bemerkt man, beim Ablöseversuch von den Aquarienscheiben. Es erscheint kaum möglich.

Wasserwerte Beispiel:

American Samoa ,                                                                                                                                                                         1985: Mündung des Riv. Maloata beim gleichnamigen Dorf (WDistrikt),beschattet, umgeben von Plantagen; B.: 3 m; T.: bis 20/30 cm.

Nahe Mündung des Riv. Maloata an der NW-Küste von Tutuila auf Lavageröll bei 50 cm/sec Oberflächenströmung gesammelt. Außer Eiern auf den Steinen wurden keine anderen Gastropoden festgestellt. Temp.: 26,5°C (14h) - pH: über 6,6 -GH: 2°dH :76,2^S.

Sie wird in ganz weichem Wasser gefunden, mit sehr wenig “Gehalt” bis hin in die Mündungsbereiche der Flüße.

Vermehrung

Die Befruchtung scheint bei den Septaria unterschiedlich stattzufinden, einmal durch Übergabe eines Spermatophors, bei anderen Arten durch die direkte Übergabe der Spermien, durch das Eindringen des männliche Geschlechtsteils in die vaginale Öffnung des weiblichen Tiers. Die letzt erwähnte Form der Befruchtung scheint auch bei den getrenntgeschlechtlich angelegten Septaria porcellana der Fall zu sein.

In französisch Polynesien wurden Jungtiere in unmittelbarer Nähe des Meeres und ältere Tiere im mittleren Abschnitt des Taipivai Flusses gefunden. Auch bei dieser Art scheinen die kleinen ovalen Kokons Larven zu enthalten, die nach dem Aufbrechen in das Meer gespült werden, zurück zum Brackwasser schwimmen und sich in dieser Zeit zu Schnecken entwickeln, um dann dem Süsswaserstrom entgegen wandern.Ein abgelegter Kokon scheint 5 Larven zu enthalten ( Quelle: Aquarienschnecken-Forum.de / Beobachtung eines Halters )

Anscheinend durchwandern, die geschlüpften Larven, verschiedene Entwicklungsstadien,in denen sie auf das  passende Habitat und dessen Nahrungsangebot angewiesen sind. Nachdem das Weibchen ihre hellen Kokons abgelegt hat,werden die Larven, nach dem Aufbrechen des Kokons, mit dem Wasser ins Meer getragen. WIe lange die Entwicklung vom Larvenstadium zur Schnecke dauert,ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Aber egal, wie lange dieser Zyklus dauert, es ist somit so gut wie  ausgeschlossen, dass eine Muschelschnecke im Aquarium nachgezogen werden kann.Leider liegen keinerlei Daten vor, über die Lebenserwartung dieser Schnecken, anhand der Angaben von Aquarianern, die sie pflegen, liegt diese mit Sicherheit über 3 Jahren.

Muschelschnecke

Ernährung

In ihrem natürlichen Umfeld ernähren sich die Septariden von Algenbewuchs also Diatomeen und auch von Detritus.Dasselbe macht sie auch in den Aquarien, bevorzugt werden kleine harte Algen, die man bei Sonneneinstrahlung gerne an den Scheiben oder Steinen der Becken findet.An künstlich zugeführtem Futter wird sie erst nach einer Eingewöhnungszeit gesehen, bervorzugt sollte STaubfutter gefüttert werden auf pflanzlicher Basis.Ist der Bodengrund des Aquariums mit Sand befüllt, kann man sie dabei beobachten, wie sie unter der Befülllinie die Algen von den Scheiben nagt.

Verhalten im Aquarium

Muschelschnecke, die wohlgenährt zu uns kommen, kriechen im Becken umher und suchen nach fressen. Sie zeigen sich im Normalfall von anderen Gastropoden, Garnelen oder Fischen nicht wirklich beeindruckt.Ihr Gehäuse gibt ihnen den nötigen Schutz vor interessiertem Beibesatz. Einmal an einer harten Unterlage festgesaugt, ist sie kaum mehr davon zu lösen.Löst man sie mehrfach gewaltsam, stirbt sie an den entstandenen Verletzungen.Ihr Körper ist vollständig vom Haus verdeckt, die feinen Fühler schauen nur hervor, falls sie ungestört ist, in ihrem Umfeld ist. Ein Problem kann aber entstehen, falls eine geschwächte, unterernährte Muschelschnecke von der Scheibe, auf ihr Gehäuse fällt. Der Akt des Umdrehens ist nur möglich, bei günstiger starker Wasserbewegung und einem harten feststehenden Gegenstand in ihrer Fussreichweite. Findet sie diese Bedingungen nicht vor bleibt sie auf dem Rücken liegen.Natürlich kann man sie rumdrehen , worauf sie sich auch wieder vorwärtsbewegt. Sind im Becken allerdings Zwerggarnelen oder Fische untergebracht, gehen diese umgehend, an die auf dem Rücken liegende Schnecke um sie zu untersuchen. Wird sie nicht rechtzeitg umgedreht, bleibt sie einfach so liegen und verstirbt.

 

Weblinks:

Systax     [Systematik]

Mikroseashells http://microseashell.com/seashell/main/default.htm                                 [Detailbilder Gehäuse Deckel, mit Fundortangabe verschiedener Septarias]

Martin Kohl  http://mkohl1.net/Neritidae.html                                                               [Bilder Gehäuse Deckel, mit Fundortangabe verschiedener Septarias, allg, Informationen]

Literatur:

Field Museum of Natural History, Mollusk (9); University of Florida Malacology (194)

A.Haynes - THE REPRODUCTIVE PATTERNS OF THE FIVE FIJIAN SPECIES OF SEPTARIA J. Moll. Stud. (1992), 58, 13-20

FRESHWATER INVERTEBRATE FAUNA OF DATA DURING A RAINY SEASON,NUKU-HIVA ISLAND (FRENCH POLYNESIA):Odile Fossati (1)Francois-Marie G ¡bon (2)Anne-Helene DiInigo (1)

Beiträge zur Kenntnis der S- und Brackwasser-Gastropoden der Tonga- und Samoa-Inseln (SW-Pazifik)1) Ferdinand Stahrmühlner, 1985

Contributions to the Knowledge of the Freshwater-Gastropods of the Indian Ocean Islands (Seychelles, Comores, Mascarene-Archipelagos) Ferdinand Stahrmühlner, 1974

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Seite aktualisiert am 04 01.2009

Autor: Alexandra Behrendt

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