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Stagnicola fuscus , rote Sumpfschnecke (C.Pfeiffer 1821)

Stagnicola fuscus

diverse Bezeichnungen

Dunkle Sumpfschnecke, rötliche Sumpfschnecke

Familie Lymnaeidae subfam. Lymnaeinae Rafinesque, 1815
 Gattung Stagnicola Leach in Jeffreys, 1830
 Art Stagnicola fuscus ( C.Peiffer 1821)

 

Beschreibung:

Das 10 - 25 mm hohe und 5,5 - 11,5 mm breite feingestreifte Gehäuse hat 6 - 8 gewölbte Umgänge, die durch eine tiefe Naht getrennt werden. Der letzte Umgang ist nur wenig erweitert. Die Mündungshöhe ist etwa so hoch , wie die Geweindehöhe.

Verbreitung, natürliches Habitat:

Sie lebt in pflanzenreichen, meist stehenden Gewässern im Uferbereich. Am Fundort, einem angelegten Teich, fand man sie ringsum, in dem gefluteten Gebiet um den Teich, der mit Moos bewachsen ist.

Wasserwerte:

Fundort Teich ,

 ca. 10 x 4 m ,
GH 4
KH 2
PH 7,0
Nitrit N.N
Nitrat knappe 12,5 mg/Liter
Temp. Wasser flacher Bereich 9 Grad
Temp. Luft 10 Grad

 

17.01.2007 - Baden-Würtemberg

Vermehrung:

Sobald die Temperaturen in der Natur, die 10 Grad Marke überschritten haben, legen die zwittrig angelegten Tiere ihre Eipakete ab. Bei einer vorherrschenden Lufttemperatur von 20 Grad und einer Wassertemperatur von 25 Grad (Aquarium) , schlüpfen die Jungttiere schon innerhalb der 4 - 7 Tage. Die Stagnicola, legen ihre Gelege gerne auf Wasserpflanzenblätter, die nahe der Wasseroberfläche sind, oder in der Natur, in das feucht geflutete Moss der Teiche.

Mündung
Gehäuse
Gelege schlüpft
Bild

Die Gelege sind ca 2 - 3 cm lang und 0,4 cm dick. Es schlüpfen zwischen 30 und 60 Tieren. Der Laich ist relativ fest und wird überhalb der Wasseroberfläche abgelegt. Im Aquarium legten sie es auf den Futterplatz. Ein Stück Styropor, das teilweise mit Pflanzen belegt ist. Die Jungschnecken sind maximal 2 mm groß und rund.

Lebenserwartung. (?)

Ernährung:

In der Natur wird sie sich von Dentritus, verwesenden Pflanzen und Bakterien ernähren. Im Aquarium nimmt sie auch gerne Futtertabletten mit hohem pflanzlichen Anteil .
 

Verhalten:

Die Stagnicola fuscus, benötigt in einem Aquarium dringend die Möglichkeit, sich zwischen den Elementen zu bewegen. Man sollte ihr einen leicht gefluteten Futter und Ruheplatz einrichten, der auf der Wasseroberfläche liegt, mit Moos belegt und befeuchtet ist. Mit einer straken Wasserbewegung kommt sie nicht zurecht, entsprechend ihrem natürlichen Habitat.

Stagnicola auf der festen Schwimmpflanzendecke

Sonstiges:

Da sie zu den Lungenschnecken gehört, ist es auch ihr möglich atmosphärischen Sauerstoff zu veratmen, Leider steht sie auf der roten Liste und sollte deswegen nicht aus der Natur entnommen werden. Ein gewöhnliches Aquarium entspricht nicht ihren Bedürfnissen.

Literatur:

GLÖER, P. (2002): Süßwassermollusken Nord und Mitteleuropas. Bestimmungsschlüssel, Lebensweise, Verbreitung. In: Die Tierwelt Deutschlands. Conchbooks, Hackenheim. ISBN 3-925919-60-0.

[Angaben zu Merkmalen, Verbreitung usw.]

GLÖER, P & MEIER-BROOK, C. (2003): Süßwassermollusken. Ein Bestimmungsschlüssel für die Bundesrepublik Deutschland. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Hamburg. ISBN 3-923376-02-2.

[Angaben zu Merkmalen, Verbreitungskarte für Deutschland]

 

Seite aktualisoert am 29.12.2007

Autor: Alexandra Behrendt

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