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Tylomelania sp. weiss

Tylomelania sp.

zur Gattungsübersicht - Tylomelania

diverse Bezeichnungen

Softsnail, Wrinkelsnail,  Creasesnail

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Beschreibung:

Das bis zu 5,5 - 6 cm lange und ca. 1,5 cm breite Gehäuse der Tylomelania sp. ist festwandig.Sie besitzt zwischen 12 und 13 Umgänge, die Spitze (der Apex) ist bei den älteren Tieren stark korrodiert, teilweise nur noch in Bruchstücken vorhanden. Die “Naht” ist deutlich vertieft. Das Gehäuse weisst eine deutliche Axialskulpturierung auf.Der jüngste Umgang zeigt spiralig Angeordnete Linien, die in der Mündung enden. Sie besitzt einen runden Deckel, mit zentral gelegenem Nukleolus (multispiral). Er ist deutlich kleiner ( ca. 0,5 cm) als die Gehäuseöffnung, welche bei den 6 cm langen Tieren im Schnitt 0,9 cm hoch und 0,7 cm breit ist.Ihre Körperfarbe ist weiss mit einer dunklen Quermaserung. Die Fühler sind gerade, die Augen sitzen an deren Basis. Ihre Schnauze ist vehältnismassig lang und sieht weich aus. 

Verbreitung:

siehe Gattungsbeschreibung 

natürliches Habitat:

Diese Tylomelania kommt aus dem Pososee in Sulawesi, sie lebt dort in 7 - 20 m Tiefe in Weichsubtrat aber gelegentlich findet man sie auch in Flachwasser. 

Vermehrung:

siehe Gattungsbeschreibung 

Nahrung:

Im Aquarium wühlt sie gerne im Mulm, frisst angebotenes Staubfutter, nach einiger Zeit schneckt sie auch gezielt auf Futtertabletten zu. Sowohl vegetarisches Trockenfutter, alsauch Trockenfutter mit tierischem Eiweiss wird genommen. An Aas, Mückenlarven, oder Rinderherz habe ich sie noch nicht beobachten können.Sie frisst wie alle Schnecken, sofern sie Futter angeboten bekommt, den ganzen Tag und Nachts, mit Ausnahme von wenigen Ruheminuten. Da des Nachts keine Futterzufuhr stattffindet, ruht sie in dieser Zeit.Als nachtaktiv würde ich sie nicht beschreiben.

 

Verhalten im Aquarium:

Diese Tylomelania zeigt sich nach dem Einsetzen, sofern es Wildfänge sind zuerst schreckhaft. Das helle Licht der Aquarien stört sie sehr, gerne zieht sie sich in schattige Bereiche zurück. Nach 4 Wochen Eingewöhnungszeit, kommt sie mit den neuen Lebensumständen sehr gut zurecht und schneckt auch frei im hellen “Raum”. Gelegentliche Schattenveränderungen ihrer Umwelt, lassen sie nur noch selten zusammen zucken.Eine interessante Beobachtung , war die anfängliche Reaktion auf mechanischen Reiz, bzw. Belästigung durch Zwerggarnelen.Sobald ein takltiler Reiz auf sie einwirkt, stampft sie mit dem Fuss auf den Grund, so dass der Grund aufwirbel und sie mit einer Staubwolke umgeben ist. Blitzschnell zieht sie nun den Fuss und Körper in das Gehäuse.Die Schwere des Hauses macht diese Aktion möglich, ohne dass sie ins Ungleichgewicht gerät. Nach 5 - 6 Wochen hatte sich die starke Reaktion etwas geschwächt, allerdings mit der Folge, dass sie kaum mehr aus dem Haus kamen. So musste ich die Garnelen entfernen. Seit sie mit anderen Schnecken und ohne Garnelen gehalten werden, ist dieses Verhalten verschwunden.Gelegentlich zwicken sie , auf dem Weg der Nahrungssuche, in den Fuss eines Artgenossen. Das auf den Bodenstampfen bleibt aus, lediglich der Körper wird eingezogen. Aber auch nur so weit, wie es sein muss, um aus der Zahnreihen Reichweite zu kommen.Eine weitere interessante Eigenschaft war das Kopf an Kopf drücken in der Eingewöhnungszeit.In den ersten 7 Tagen, nach dem Einsetzen, war zu beobachten, wie sich die Schnecken gelegentlich aufsuchten, die Köpfe aneinander drückten und so mindestens 20 Minuten regungslos verharrten.Nachdem das Becken erkundet war , hat sich dieses Verhalten verloren.

 

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Tylomelania sp.
Tylomelania sp.
Tylomelania sp.

Das Aquarium:

Die Ansprüche sind klar. Sie ist eine Weichsubstratschnecke und sollte demnach, Schlamm oder Sand im Aquarium vorfinden. Nach der Eingewöhnungszeit findet man sie nie auf hartem Substrat.Sie benötigt Holz und Blätter, Dunkelecken, ihre Ruhe vor grossen Zwerggarnelen Ansammlungen und Fischen. Mit anderen Tylomelania ist sie gut zu vergesellschaften, auch mit Sumpfdeckelschnecken aus ihrer Heimat, oder Muscheln gibt es keinerlei Probleme.Ein mehrfach tägliches Füttern sollte Pflicht sein.Meist entlassen die Weibchen, sofern sie adult beim Fang waren, wochenlang, alle 2 - 4 Wochen, je nach Umweltbedingungen Jungtiere, die knapp 0,5 cm gross sind . Innerhalb der ersten 2 Moante wächst ein Jungtier knapp 0,2 cm.Eine Kantenlänge ab 60 cm,. besser 80 cm, je nach Besatzstärke ist die Basis. HMF Filterung erweist sich als passend. Pflanzen sind nicht von nöten, stören aber auch nicht, sofern die Schnecke dann noch genug Bewegungsfreiraum hat.Der Ph - Wert am Poso See liegt zwischen 7,5 und 8,5, leider liegt mir der Härte Grad nicht vor, doch lassen die stark korrodierten Spitzen nicht auf Hartwasser schliessen. Sie kommen mit meinem Weichwasser ( GH 0, KH 2 und Ph 7 - 7,5 ) sehr gut zurecht.Ich bedanke mich bei Thomas von Rintelen, Humboldt Universität Berlin, der sich die Zeit genommen hat mir diese Schnecken näher zu bringen und das Zuweisen von Textdokumenten der wissenschaftlichen Arbeiten.


Ich verweise auf das Patenschaftsprogramm der Humboldt Universität.

 

Weblinks:

 

 

Seite aktualisiert am 18.05.2008

Autor : Alexandra Behrendt

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