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Tympanotonus sp. ( fuscatus?) (Linnaeus C., 1758)

Tympanotonus fuscatus

Beschreibung:

Das bis zu 7 cm lange und 1,8 cm breite Gehäuse der Tympanotonus ist festwandig. An der Mündung hat sie einen typischen Kanal, der sie als Brack - bzw. Meerwasserschnecke kennzeichnet. Sie besitzt, durch Nähte getrennte Umgänge, bis zu mindestens 12 Stück an der Zahl.

 Die “Naht” besitzt kleine Erhöhungen, die aneinandergereiht sind. Wie ein kleines Perlenband. Nach der Naht folgen zwei spiralig angeordnete Linien, die grössere hintereinander gereihte Erhöhungen aufweisen, welche, ggfl. die Spitzen zum Apex hin weisen lassen.

Der letzte Umgang, der jüngste, der in der Mündung endet, besitzt 9 und mehr spiralig gereihte Linie, aus denen im wachsenden Verlauf, die angegebene Tubercel und Linienbildung erfolgt.

Sie besitzt einen runden Deckel, mit zentral gelegenem Nukleolus.

Ihre Körperfarbe ist grau mit einer hellen gelben Maserung. Die Fühler sind gerade, die Augen sitzen an deren Basis.

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Mündung
Gehäusemündungsausschnitt und Körper
Gehäusestruktur einer Tympanotonus fuscatus(?)
Operculum

Verbreitung:

Sie findet ihre Verbreitung inWest Afrika - Senegal und Angola, vom Atlantischen Ozean bis in die Brackwasserbereiche

Wasserwerte:

Brack und Salzwasser, keine Süßwasserschnecken

Vermehrung:

Das Männchen befruchtet das Weibchen durch Übergabe eines Spermatophors. Wie ich beobachten konnte legen sie die bis zu 10 cm langen Eistränge an hartes Substrat. Der Laich besteht meist aus einem in Schlangenlinien gelegtem Strang mit mehreren hundert Eiern. In den Sommermonaten, bei Wassertemperaturen ( im Aquarium) von 30 Grad, befruchten sich die Tiere. Nach wenigen Tagen, verklebt das Weibchen ihr Gelege. Es wurden auch Laichstränge im Verlauf des Untergrundes von bis zu 20 cm abgelegt, allerdings nicht in schlangenlieneform , sondern gerade.

Laichstrang Ausschnitt
Tympanotonus Laich

Lebenserwartung:

Leider liegen uns keine Angaben vor.

Nahrung:

Sie frißt Mulm und Aufwuchs, an künstlichem Futter habe ich sie nie gesehen. Anzunehmen ist, dass sie in der Natur filtriert und Algen weidet, aber auch Abfallprodukte des Fischfutters zu sich nimmt. Da sie in künstlichen Fischaufzuchten zu eine Plage geführt haben. Dort werden bis zu 1,2 kg Schnecke auf 1m2 gefunden.

Vergesellschaftung/Ansprüche:

Sie braucht als Grundlage, wenigstens Brackwasser, kann aber ihres Habitates entsprechend in Salzwasser ( Meerwasser) gehalten werden.

Im Brackwasser bei einer Konzentration von 1012 mg/L zeigte sie sich agil und vermehrungsfreudig.

Belästigungen von Fischen mag sie nicht, in einem Wirbellosenbecken ohne Krebse fühlt sie sich deutlich wohler und laicht auch.

Sie bewegt sich auf jedem Substrat, gelegentlich auch im Grund, nur auf Pflanzen habe ich sie noch nie gesehen. Bei der Einrichtung sollte man auf ihre Größe eingehen und bedenken, dass ggf. eingepflanzte Pflanzen, bei ihren Grabtätigkeiten, entfernt werden. Sie sollte Holz, Algen und Lehm im Becken vorfinden.

Sonstiges:

Erstaunt war ich über die Vielfalt der Testreihen, die die Tympanotonus fuscatus und Famielienangehörige mitgemacht haben.

Es wurden Versuche unternommen, um einmal zu zeigen, wie lange diese Spezies überleben kann, wenn sie a) mit Tabakabfällen oder b) mit Benzin, Kerosin, oder Diesel kontaminiert wird.

Bei Versuch a) zeigte es sich dass, je nach Konzentration des Nikotins, die Schnecken binnen 24 oder 240 Stunden sterben.

10 gesunde und gewaschene Tiere wurden in folgende Lösungen gesetzt, mit einem Basiswasser, mit dem Salzgehalt 10%

0.25, 0.50, 0.75, 1.00, 1.25, 1.50, 1.75 und 2.00 g/l

 ( leider wurde nur von einer “Nikotinabfalllösung” geschrieben, keine genaueren Angaben)

ab der Konzentration 1g/L war die Sterblichkeitsrate bei 100% , sofern man sie gute 288 Stunden darin lies. Erst ab 2,0 g/L starben die Tiere zu 95% nach 48 Stunden. Alle Tiere versuchten aus dem Wasser zu fliehen, nachdem sie sich zuerst zugedeckelt hatten.

Auch bei Versuch b), dort wurde ein Öl, Benzin und Kerosin Gemisch auf das Wasser geleert, wurde festgestellt, dass die Tiere, tatsächlich sterben, nach 48 Stunden.

Dieser kurze Ausflug in die Versuchsreihe der Menschen, um den Tympanotonus “ Herr” zu werden, da sie in Afrika eine große “Plage” darstellen, zeigt uns, nicht nur, dass wir Menschen langsame Methoden vorziehen, nein,

sie zeigt uns auch , wie robust diese Tiere sind, was sie ertragen können, sofern sie in salzigem Wasser gehalten werden, ihrem Ursprungswasser.

Weblinks:

systax

http://www.biologie.uni-ulm.de/cgi-bin/query_all/details.pl?id=178068&stufe=7&typ=ZOO&sid=T&l ang= d&pr=nix

gastropods.com

[ Gehäusebilder ]

http://www.gastropods.com/2/Shell_1612.html

shell kwansai

[ Gehäusebilder ]

http://shell.kwansei.ac.jp/~shell/pic_book/data24/r002372.html

Fisheries Departement

[ Laboruntersuchungen - Nikotin ]

http://www.fao.org/docrep/field/003/AC163E/AC163E00.htm

Angabe von Parasiten Funden in der Tympanotonus

[ Parasitenfunde ]

http://209.85.129.104/search?q=cache:EZ2plK6gF2UJ:www.gasat12.org.uk/Web%2520abstracts/ Abstract %252051.doc+tympanotonus+fuscatus&hl=de&ct=clnk&cd=11&gl=de&client=firefox-a

Author: Otitoloju A.A.
Source: Ecotoxicology and Environmental Safety

 

[ Untersuchungen - Schwermetalle ]

http://www.ingentaconnect.com/content/ap/es/2002/00000053/00000003/art00032

Authors: Rosemary I. Egonmwan

Pakistan Journal of Biological Sciences

Thermal Tolerance and Evaporative Water Loss of the Mangrove Prosobranch
 

[ Laboruntersuchungen - Temperatur Tolleranz ]

http://www.ifremer.fr/avano/notices/00034/888.htm

 

 

Seite aktualisiert am 18.05.2008

Autor: Alexandra Behrendt

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